Der grosse Favorit und seine Herausforderer im Form-Check


Kilchberger Schwinget

Fabian Staudenmann ist im Schwingjahr 2026 das Mass aller Dinge.

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Die Liste der Favoriten auf den Sieg beim Kilchberger ist lang. Einer ragt jedoch oben aus. Die Anwärter im Check.

Linus Hämmerli

Darum geht’s

  • Fabian Staudenmann geht als grosser Favorit für den Sieg beim Kilchberger an den Start.
  • Der Berner überzeugte zuletzt mit seiner Konstanz. Ungewiss ist, wie stark Samuel Giger auf den Schwingplatz zurückkehren wird.
  • blue Sport tickert das Fest vom 5. September live.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Die Spitze beim Schwingsport wird immer breiter. Das ist mitunter ein Grund, warum Feste mit zwei, drei oder sogar vier Siegern keine Seltenheit mehr sind. Erst kürzlich liess sich auf dem Brünig ein Quartett schultern.

Obschon die Dichte an bärenstarken Schwingern immer grösser wird, ragt in diesem Jahr ein Name obenraus: Fabian Staudenmann. Er tritt als grosser Favorit beim prestigeträchtigen Kilchberger Schwinget an.

Anders als beim ESAF in Mollis oder beim Eidgenössischen Jubiläumsschwingfest in Appenzell steht Staudenmann heuer alleine zuoberst auf der Top-Favoritenliste. Nicht zuletzt, weil er fünf seiner letzten fünf Feste gewonnen hat. Sieg beim Bernisch-Kantonalen, Sieg beim Bern-Jurassischen und Siege auf der Rigi, dem Brünig und der Schwägalp. An die Konstanz Staudenmanns kommt keiner ran – und das macht ihn zum grossen Favoriten beim Fest unweit des Zürichsees. Wer beim Kilchberger also reüssieren will, muss an ihm vorbei.


Direkt hinter Staudenmann reiht sich Werner Schlegel in der Liste der Favoriten ein. Er liess vor allem beim Bernisch-Kantonalen alle staunen. Der Toggenburger bekam Eidgenosse um Eidgenosse aufgebrummt und kämpfte sich explosiv und überzeugend als Gast in den Schlussgang des hochdotierten Festes. Dort musste er einzig den aktuell formstärksten Schwinger vorbei lassen: Staudenmann. An Top-Tagen ist Schlegel Staudenmann definitiv ebenbürtig. Beim letzten Duell der beiden auf der Schwägalp Ende August zog er jedoch den Kürzeren.

Bei ihm ist Spektakel vorprogrammiert: Werner Schlegel.

Bei ihm ist Spektakel vorprogrammiert: Werner Schlegel.

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Natürlich darf Samuel Giger auf der Liste nicht fehlen. Wie fit der Thurgauer bei seiner Rückkehr ist, ist unklar. Sein letztes Fest absolvierte der Kilcherger- und Unspunnen-Champion Ende Mai, seither kurierte er eine Blessur an der Schulter aus. Seine Beine hochgelagert wird der Schwingprofi dennoch nicht haben. Und klar ist: Wenn Giger an einem Fest antritt, will er sich den Siegermuni schnappen.

Wie stark kehrt Samuel Giger in den Sägemehlring zurück?

Wie stark kehrt Samuel Giger in den Sägemehlring zurück?

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Links, rechts, vorne, hinten: Michael Moser ist ein 360-Grad-Schwinger und von überall aus gefährlich. Der 21-jährige Mittelländer ist unberechenbar wie kein anderer. Gelingt dem jungen Berner sein erster richtig grosser Festsieg? Zuzutrauen ist es ihm allemal. Neun Kranzfeste bestritt er in dieser Saison, drei davon entschied er für sich.

Beim Bernisch-Kantonalen legte Michael Moser König Orlik auf den Rücken.

Beim Bernisch-Kantonalen legte Michael Moser König Orlik auf den Rücken.

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Obligatorisch ist auch die Erwähnung des Königs. Überzeugt hat Armon Orlik dieses Jahr jedoch an keinem Fest so richtig. Beim Bergkranzfest auf den Brünig holte er sich zwar den Sieg, aber die gewisse königliche Essenz fehlte. Im Schlussgang gegen Staudenmann hätte ihm ein Gestellter mit der Neun für den alleinigen Festsieg genügt, doch diesen wollte er offenbar zu wenig – Orlik machte kaum einen Wank. Am stärksten schwang er am Morgen auf der Schwägalp. Am Fusse des Säntis strahlte er bis zur Halbzeit Überzeugung aus. Grösstenteils blieb Orlik unter den Erwartungen. Aber ihn für den Kilchberger abzuschreiben, das wäre grobfahrlässig.

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Damian Ott hat den Kilchberger-Sieg bereits in der Tasche. 2021 reüssierte er gemeinsam mit Staudenmann und Giger. Und auch für die diesjährige Edition kann sich Ott Chancen ausrechnen. Was ihm fehlt, ist die Konstanz. Und für den Sieg beim Kilchberger sind sechs Top-Gänge nötig, wie es ihm beim Thurgauer Kantonalen ganz zu Beginn der Saison gelang. Er gewann sensationell das Fest, weil er im Schlussgang Lokalmatador Giger auf den Rücken warf.

Damian Ott feierte beim Thurgauer Kantonalen seinen bisher einzigen Festsieg 2026.

Damian Ott feierte beim Thurgauer Kantonalen seinen bisher einzigen Festsieg 2026.

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Und dann stellt sich noch die Frage: Zu was ist Adrian Walther in der Lage? Der Schlussgang-Teilnehmer vom Unspunnen 2023 will beim Kilchberger seinen ersten grossen Festsieg holen, das ist klar. Doch immer wieder stolpert er über die grossen Namen. Beim Bernisch-Kantonalen verlor er gegen Schlegel, auf der Schwägalp putzte ihm König Orlik das Sägemehl vom Rücken und beim Südwestschweizer liess er sich mit einem Kurzzug von Moser erwischen. Und eben einen dieser Namen muss er am 5. September bezwingen, um am Schluss zuoberst auf der Rangliste zu stehen.

Adrian Walther reüssierte heuer beim Schwarzsee.

Adrian Walther reüssierte heuer beim Schwarzsee.

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Sieben Athleten sind also die Anwärter auf den Sieg. Wenn noch ein achter dazu kommen soll, ist das Nick Alpiger. Der Nordwestschweizer ist mit allen Wassern gewaschen und mit drei Kranzfestsiegen in Topform. Dass er auch gegen die grössten Cracks kann, hat er in der Vergangenheit schon beim Eidgenössischen bewiesen. 2019 fügte er Giger beim Anschwingen eine Niederlage zu, 2022 pumpte er Christian Stucki aus und warf den König platt auf den Rücken.

Greift Nick Alpiger auch beim Kilchberger nach den Sternen?

Greift Nick Alpiger auch beim Kilchberger nach den Sternen?

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Doch was letzten Endes zählt, sind nicht Formzustände, sondern die Rangliste nach sechs absolvierten Gängen. Die Favoriten stehen fest, doch dahinter lauern viele weitere Athleten, die den Grossen ein Bein stellen können. blue Sport tickert das Fest vom Samstag, 5. September, live.

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