So eskalierte es zwischen Meghan und Kate


Darum geht’s

  • William, Kate, Harry und Meghan galten einst als die «Fab Four» – als junge Generation, die frischen Wind ins britische Königshaus bringen sollte.
  • Doch die Harmonie bekam schnell Risse. Besonders zwischen Meghan und Kate soll es schon vor der Hochzeit von Harry und Meghan zu Spannungen gekommen sein.
  • Gleichzeitig verschlechterte sich auch das Verhältnis zwischen Harry und William. Harry fühlte sich und seine Frau vom Palast zunehmend im Stich gelassen.
  • Anfang 2020 folgte der grosse Bruch: Harry und Meghan zogen sich als hochrangige Royals zurück. Aus den einstigen «Fab Four» waren endgültig zwei Lager geworden.
Zusammenfassung erstellt mit

Einst sollten Kate, William, Harry und Meghan gemeinsam für eine neue Generation der britischen Royals stehen. Heute herrscht zwischen den beiden Paaren Eiszeit. Besonders das Verhältnis zwischen Meghan und Kate wurde zum Symbol für den Familienbruch.

Doch wie konnte es so weit kommen?

Als Meghan Markle 2017 offiziell an der Seite von Prinz Harry auftauchte, schien die Zukunft der britischen Monarchie plötzlich ziemlich modern.

Hier William und Kate, das eingespielte Thronfolgerpaar. Dort Harry und Meghan, das glamouröse neue Paar. Schnell hatten die britischenMedien einen Namen für das Quartett gefunden: die «Fab Four».

Die Harmonie hielt nicht lange.

Bereits kurz vor der Hochzeit von Harry und Meghan im Mai 2018 soll es zu ersten Unstimmigkeiten gekommen sein. Später wurden aus kleinen Spannungen grosse Geschichten – und aus zwei Schwägerinnen wurden unfreiwillig Gegenspielerinnen.

Der Streit um Charlottes Kleid

Bis heute soll eine Episode sinnbildlich für den Konflikt zwischen Kate und Meghan stehen: der Streit um das Kleid von Prinzessin Charlotte, die bei Harrys und Meghans Hochzeit Blumenmädchen war.

Nach der Hochzeit berichteten britische Medien zunächst, Meghan habe Kate während der Vorbereitungen zum Weinen gebracht. Meghan widersprach dieser Darstellung später vehement.

Im viel beachteten TV-Interview mit der US-amerikanischen Star-Talkerin Oprah Winfrey 2021 sagte sie, das Gegenteil sei passiert: Kate habe sie zum Weinen gebracht.

Auch Harry schilderte den Konflikt später in seiner Autobiografie «Spare». Demnach stritten die beiden Frauen per Textnachrichten über Charlottes Kleid und dessen Anpassung. Harry schrieb, er habe Meghan weinend vorgefunden.

Gleichzeitig machte er deutlich, dass Kate sich danach entschuldigt habe. Kate selbst hat ihre Version des Streits nie öffentlich ausführlich dargelegt.

Team Kate gegen Team Meghan

In der Folge wird klar: Das Problem ist grösser als ein schlecht sitzendes Kinderkleid.

Meghan kam als US-amerikanische Schauspielerin in eine Institution mit jahrhundertealten Regeln und einer enormen Boulevardpresse. Kate dagegen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits jahrelange Erfahrung als Royal und war als künftige Königin fest in der Familie etabliert.

Da schien die Welt zwischen den Schwägerinnen noch in Ordnung: 2019 zeigten sich Kate und Meghan gemeinsam beim Tennisturnier in Wimbledon.

Da schien die Welt zwischen den Schwägerinnen noch in Ordnung: 2019 zeigten sich Kate und Meghan gemeinsam beim Tennisturnier in Wimbledon.

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Harry beschreibt in «Spare», dass er früh das Gefühl bekommen habe, Meghan und Kate würden von Medien und Öffentlichkeit gegeneinander ausgespielt.

Die eine galt als pflichtbewusst und angepasst, die andere als selbstbewusst und unkonventionell.

Aus zwei Frauen derselben Familie wurde zunehmend ein öffentlich inszeniertes Duell: Team Kate gegen Team Meghan.

Harry glaubte, der Palast lasse Meghan im Stich

Für Harry wurde der Umgang mit seiner Frau schliesslich zu einem zentralen Konflikt mit seiner eigenen Familie.

Meghan wurde in britischen Boulevardmedien massiv kritisiert. Dabei spielten laut Harry auch rassistische Untertöne eine Rolle. Er warf dem Palast später vor, Meghan nicht ausreichend geschützt zu haben.

Für ihn hatte das eine besondere Dimension: Harry zog immer wieder Parallelen zum Schicksal seiner Mutter Prinzessin Diana und deren Verhältnis zur Boulevardpresse.

Gleichzeitig verschlechterte sich sein Verhältnis zu seinem Bruder William. Es heisst, der Thronfolger soll seinen Bruder früh davor gewarnt haben, die Beziehung mit Meghan zu überstürzen.

In «Spare» behauptet Harry, William habe Meghan als «schwierig» und «unhöflich» bezeichnet und sich über ihren Umgang mit Mitarbeitenden beschwert.

Der Streit der Brüder eskalierte.

Nach Harrys Darstellung griff William ihn dabei sogar körperlich an und stiess ihn zu Boden. William hat sich öffentlich nie zu dieser Schilderung geäussert.

Spätestens jetzt ging es längst nicht mehr bloss um zwei Schwägerinnen, die nicht miteinander warm wurden: Harry verteidigte Meghan, William und Kate standen auf der anderen Seite – aus den «Fab Four» waren zwei Lager geworden.

Dann zerbrechen auch die «Fab Four» offiziell

Auch beruflich gingen die beiden royalen Paare zunehmend getrennte Wege. Harry und Meghan lösten sich aus der gemeinsamen Wohltätigkeitsorganisation Royal Foundation mit William und Kate.

Anfang 2020 folgte der endgültige Bruch: Harry und Meghan kündigten überraschend an, ihre Rolle als hochrangige Royals aufzugeben.

Der «Megxit» war geboren.

Im Sommer 2020 zogen die Suxesses schliesslich nach Kalifornien – doch der Familienkonflikt wurde dadurch nicht privater. Im Gegenteil.

Meghan erhebt schwere Vorwürfe

2021 folgte das bereits erwähnte TV-Interview mit Oprah Winfrey. Meghan sprach darin nicht nur über ihren Streit mit Kate, sondern erhob schwere Vorwürfe gegen das britische Königshaus.

Sie berichtete von psychischen Problemen und davon, sich von der Institution im Stich gelassen gefühlt zu haben.

William und Kate, gemeinsam mit Harry und Meghan: Der Tod der Queen machte im Septmber 2022 möglich, was davor lange Zeit undenkbar schien.

William und Kate, gemeinsam mit Harry und Meghan: Der Tod der Queen machte im Septmber 2022 möglich, was davor lange Zeit undenkbar schien.

KEYSTONE

Besonders schwer wog ihre Aussage, innerhalb der königlichen Familie habe es Gespräche darüber gegeben, wie dunkel die Haut ihres damals ungeborenen Sohnes Archie sein könnte.

Der Palast erklärte danach, man nehme die Vorwürfe ernst, merkte aber auch an, dass Erinnerungen an bestimmte Ereignisse unterschiedlich seien.

William sagte wenig später öffentlich, die Royals seien «absolut keine rassistische Familie».

Kate und Meghan schweigen – Harry redet

Mit der Netflix-Dokumentation «Harry & Meghan» und Harrys Memoiren «Spare» wurde der Graben danach noch tiefer.

Das Auffällige daran: Während Harry und Meghan ihre Sicht auf die vergangenen Jahre ausführlich öffentlich gemacht haben, haben William und Kate die meisten konkreten Vorwürfe nicht öffentlich beantwortet.

Damit basiert vieles, was über private Auseinandersetzungen zwischen Kate und Meghan bekannt ist, auf der Darstellung der Sussexes sowie auf Medienberichten und anonymen Palastquellen.

Fest steht jedoch: Von der demonstrativen Geschlossenheit der «Fab Four» ist nichts mehr übrig.

Was mit kleinen Spannungen zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen begann, wurde Teil eines viel grösseren Konflikts – über Loyalität, Presse, Privatsphäre und die Frage, welchen Platz Meghan innerhalb der Königsfamilie haben sollte.

Und am Ende zerbrach daran nicht nur das Verhältnis zwischen zwei Schwägerinnen. Auch Harry und William wurden aus Brüdern zwei Männer, die sich seit Jahren kaum noch etwas zu sagen haben.

Bleibt die Frage: Ändert sich das nun, wenn Harry und Meghan mit ihren beiden Kindern demnächst wieder in Grossbritannien leben?


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