Was in den Stunden nach ihrem tödlichen Unfall hinter den Kulissen geschah


Prinzessin Dianas letzte Nacht

Am 31. August jährt sich der Tod von Prinzessin Diana zum 29. Mal. Sie starb mit nur 36 Jahren im Jahr 1997 nach einem Autounfall in Paris.

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29 Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana blickt eine TV-Dokumentation auf die ersten Stunden nach der Tragödie zurück: In «Der Tag, an dem Diana starb» berichten Journalist*innen und Mitarbeiter der Krone, was wann geschah.

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Teleschau

Heute um 16:31

Darum geht’s

  • Am 31. August jährt sich der Tod von Prinzessin Diana zum 29. Mal. Sie starb mit nur 36 Jahren nach einem Autounfall in Paris.
  • Eine neue Dokumentation rekonstruiert die dramatischen Stunden unmittelbar nach dem Unfall – und zeigt bisher weniger bekannte Abläufe hinter den Kulissen.
  • Charles reiste persönlich nach Paris, Tony Blair prägte den Begriff «Prinzessin des Volkes» – und vor dem Buckingham Palace legten Menschen bereits im Morgengrauen die ersten Blumen nieder.
  • Die Dokumentation «Der Tag, an dem Diana starb» läuft am 31. August um 21 Uhr als deutsche TV-Premiere auf The History Channel.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Wer an den Tod von Prinzessin Diana denkt, dem kommen wohl einige ikonische Bilder in den Sinn. Etwa die trauernden Menschenmassen und das Blumenmeer vor dem Buckingham Palace. Oder Elton John, der bei ihrer Beerdigung «Candle in the Wind» singt.

Und natürlich Prinz William und Prinz Harry. Damals 15 und 12 Jahre alt, laufen die beiden mit gesenkten Köpfen hinter dem Sarg ihrer Mutter her.

Die meisten dieser Bilder stammen aus den Tagen nach dem Tod der gerade einmal 36-Jährigen und waren in etlichen Dokumentationen über das tragische Großereignis zu sehen.

Der Tag, an dem Diana starb

Weniger bekannt ist hingegen, was unmittelbar nach dem letztlich tödlichen Autounfall von Prinzessin Diana und ihrem Geliebten Dodi Al-Fayed in Paris auf der ganzen Welt geschah, welche Entscheidungen getroffen und welche Maßnahmen ergriffen wurden.

Diese Lücke füllt die Dokumentation «Der Tag, an dem Diana starb», die The History Channel an Dianas 29. Todestag am Montag, 31. August, um 21 Uhr, als deutsche TV-Premiere (sowie auf Abruf) zeigt.

Wie immer, wenn es um Diana geht, geht es natürlich auch um den Blick der Presse auf die junge Frau. Lucian J. Hudson etwa, der damals Redaktor bei BBC Newsdesk war, erinnert sich, wie ein «relativ ruhiges Wochenende» mit «einer der grössten Geschichten» seiner Karriere enden sollte: «Ich wurde um Viertel vor eins morgens angerufen.»

Als er von dem Unfall erfuhr, rief er sofort den Moderator Nik Gowing an, der rund eine Stunde später bereits live auf Sendung war.

BBC kämpft gegen Falschmeldungen

Die beiden Journalisten erinnern sich an die schwierige Aufgabe, eine Live-Sendung mit Informationen über die schwer verletzte Prinzessin zu füllen und dabei nicht auf die bereits kursierenden Gerüchte und Falschinformationen hereinzufallen.

«Die BBC stützte sich üblicherweise auf mehr als eine Quelle, um über Nachrichten zu berichten», betont Hudson.

Als der Nachrichtensender gegen halb fünf Uhr morgens vom Tod Dianas erfuhr, wurde die Meldung skurrilerweise von einem Mann auf den Philippinen bestätigt:

Die geplante Abreise des britischen Aussenministers Robin Cook aus Manila wurde plötzlich verschoben – ein deutliches Zeichen für eine nationale Krise, bewertet die Doku. Und tatsächlich: Wenig später bestätigte Cook gegenüber der Presse Dianas Tod.

Für eine Zeit, in der es nur wenige Smartphones und kein Social Media gab, verbreitete sich die Nachricht erstaunlich schnell auf der ganzen Welt. Bereits um 5 Uhr morgens Ortszeit legten junge Menschen die ersten Blumen vor Buckingham Palace nieder, während die britische Regierung und andere Entscheidungsträger beratschlagten, wie es weitergehen sollte.

Denn seit ihrer Scheidung von Prinz Charles war Diana kein offizielles Mitglied der königlichen Familie mehr, wurde von der Öffentlichkeit aber immer noch als Prinzessin wahrgenommen. Es ist eines von vielen Details, die dem Publikum mal wieder die sehr starren Regeln der Monarchie vor Augen führen.

«Tony Blair war brillant in der Kommunikation»

Für seine Entscheidung, selbst nach Paris zu reisen und den Leichnam seiner Ex-Frau nach England zu bringen, erhält Prinz Charles in der Doku Anerkennung.

Und noch ein Mann kommt in dem Film unter Regie von Timothy Taggart gut weg: Tony Blair, der zum damaligen Zeitpunkt seit erst drei Monaten das Amt des Premierministers innehatte.

Gegen 11 Uhr morgens trat er vor die Presse und verlieh Diana jenes Attribut, das sie bis heute auf der ganzen Welt führt: «Sie war die Prinzessin des Volkes.»

Blair sei «der Inbegriff eines Botschafters» gewesen, lobt Emily Maitlis, die damalige Wirtschaftskorrespondentin bei NBS Asia: «Er war brillant in der Kommunikation, brillant in der Vermittlung und brillant darin, den Moment einzufangen.»

«Die Medien schämten sich ein bisschen»

Die TV-Dokumentation «Der Tag, an dem Diana starb» konzentriert sich auf die eher unbekannten Details und die Abläufe hinter den Kulissen. Bereits bekannte und viel diskutierte Tatsachen wie die Reaktionen der Queen und anderer Familienmitglieder auf den Tod werden allenfalls am Rande erwähnt.

Am Ende sind es nicht zuletzt die Worte, mit denen die Fotografin Jayne Fincher beschreibt, wie Dianas Sarg unter den Augen der Presse an einem Londoner Militärflughafen eintraf:

«Es herrschte dort eine sehr seltsame Atmosphäre, und wir waren alle sehr still. Wir holten unsere Kameras heraus und sahen alle ein bisschen verlegen aus. Ja, ich hatte das Gefühl, dass sich die Medien ausnahmsweise einmal ein bisschen schämten.»


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