«Am Anfang fand ich Gülsha mega nervig»


Darum geht’s

  • Nach dem Ende des Podcasts «Zivadiliring» machen Gülsha Adilji und Maja Zivadinovic zu zweit weiter: In «Gülsha & Maja» wollen sie noch persönlicher werden.
  • Im «Bötschi fragt» erzählen die beiden Frauen, was ihre langjährige Freundschaft zusammenhält – und weshalb Meinungsverschiedenheiten für sie kein Problem sind.
  • Auch über Geld, Erfolg und ihre Zukunft spricht das Duo offen.
  • Und an grossen Träumen mangelt es nicht: Gülsha Adilji will ins «Dschungelcamp» von RTL und Maja Zivadinovic würde liebend gern Patty Bosers «Lifestyle»-Job übernehmen.
Zusammenfassung erstellt mit

Gülsha Adilji und Maja Zivadinovic, wir machen heute ein Frage-Antwort-Spiel

Gülsha: Sollen wir kurz oder lang antworten?

Ich stelle euch in den nächsten 30 Minuten ganz viele Fragen. Und ihr antwortet bitte möglichst kurz und schnell. Wenn euch eine Frage nicht passt, könnt ihr auch einmal «weiter» sagen.

Gülsha und Maja (im Chor): Okay.

Zürich oder Berlin?

Gülsha und Maja (im Chor): Zürich.

Arbeitskolleginnen oder Freundinnen?

Gülsha: Freundinnen.

Maja: Beides.

Wer von euch beiden hält es länger ohne Zähneputzen aus?

Gülsha und Maja (im Chor): Gülsha.

Gülsha: Maja, wie lange hältst du es denn ohne Zähneputzen aus?

Maja: Keine sechs Stunden.

Gülsha: Was? Ich locker 24 Stunden.

Es war nicht so leicht, mit euch beiden einen Termin zu finden. Verbringt ihr im Alltag gar nicht so viel Zeit miteinander, wie eure Fans denken?

Maja: Wir treffen uns nicht täglich, aber virtuell sind wir fast ständig in Kontakt. Wir haben einen ziemlich intensiven WhatsApp-Chat.

Gülsha: Phasenweise schreiben wir uns den ganzen Tag hin und her. Unser Minimumkontakt liegt bei einer Nachricht pro Woche.

Wann und wo habt ihr euch kennengelernt?

Maja: 2012 war Gülsha Moderatorin beim TV-Sender Joiz und ich Praktikantin beim «Blick am Abend». Mein Auftrag lautete: ein Porträt über sie schreiben. Das Problem war nur, dass Gülsha einfach nie erreichbar war. Sie rief nicht zurück, schrieb nicht zurück – und ich fand das mega nervig.

Gülsha: Das verstehe ich.

Maja: Irgendwann kam die Geschichte dann doch noch zustande. So sehr mich Gülsha mit ihrer Unerreichbarkeit nervte – irgendwie fand ich sie trotzdem cool. Richtig kennengelernt haben wir uns, als wir beide für die «Schweizer Illustrierte» tätig waren.

Gülsha: Ich war dort ab 2019 für das Videoformat «Nah-Talk-Erfahrung mit Gülsha» zuständig.

Maja: Hast du damals morgens eigentlich die Zähne geputzt?

Gülsha: Ja – meistens sogar zweimal hintereinander (lacht).

Zum Autor: Bruno Bötschi

blue News-Redaktor Bruno Bötschi spricht für das Frage-Antwort-Spiel «Bötschi fragt» regelmässig mit bekannten Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland. Er stellt ihnen ganz viele Fragen – immer direkt, oft lustig und manchmal auch tiefsinnig. Dabei bleibt bis zur allerletzten Frage immer offen, wo das rasante Pingpong hinführt.

Wer von euch beiden braucht mehr Aufmerksamkeit – respektive steht lieber im Mittelpunkt?

Gülsha: Ich.

Maja: Mein erster Gedanke war auch, dass Gülsha mehr Aufmerksamkeit braucht. Aber seit wir mit unserem Podcast «Zivadiliring» auch auf der Bühne gestanden sind, muss ich sagen: Ich finde das Rampenlicht schon auch super.

Gülsha: Wir sind beide dem Rampenlicht nicht abgeneigt.

Was habt ihr im Laufe eurer Freundschaft voneinander gelernt?

Maja: Von Gülsha habe ich gelernt, positiver und liebevoller mit mir selbst umzugehen. Mich so anzunehmen, wie ich bin, und auch mal gütig mit mir selbst zu sein.

Gülsha: Ich habe von Maja gelernt, dass es tatsächlich auch richtig gechillte Mütter gibt.

Was war der beste Ratschlag, den ihr für eure Karriere als Podcasterinnen je bekommen habt?

Maja (überlegt lange): Ich glaube, den besten Ratschlag gab ich mir selbst. Kurz vor unserem «Zivadiliring»-Auftritt im Hallenstadion in Zürich sagte ich zu mir: Mein einziges Ziel für heute ist, rauszugehen und Spass zu haben.

Gülsha: Ich bin resistent gegen alle Arten von Ratschlägen. Aber schau mich an: Obwohl alle an mir abgeprallt sind, bin ich bisher durchaus erfolgreich durchs Leben gekommen (lacht).

Welche Themen werdet ihr künftig zusammen in eurem neuen Podcast «Gülsha & Maja» besprechen?

Maja: Die einfachere Frage wäre: Welche Themen werden wir nicht besprechen? Bei uns ist alles erlaubt – Tabus gibt es auch künftig keine.

Gülsha: Sagen wir es so: Der Gossip-Anteil dürfte etwas ansteigen.

Gibt es Themen, über die ihr trotz der Vorgabe «keine Tabus» bewusst nicht sprechen werdet?

Gülsha: Ich rede oft über Dating und über Männer, die ich getroffen habe. Dabei hüte ich mich aber immer davor, echte Namen zu nennen. Und ich passe auch die Chronologie der Geschichten so an, dass für Aussenstehende nicht klar ist, welcher Mann gemeint ist.

Es soll trotzdem Männer geben, die es nicht so lustig finden, dass du sie im Podcast oder auf der Bühne erwähnst.

Gülsha: Das ist mir noch nie zu Ohren gekommen.

Mir aber schon. Wird es künftig auch wieder Bühnenauftritte von euch beiden geben?

Maja und Gülsha (im Chor): Ja sicher.

«Ich habe von Maja gelernt, dass es tatsächlich auch richtig gechillte Mütter gibt»: Gülsha Adilji (links) über Maja Zivadinovic.

«Ich habe von Maja gelernt, dass es tatsächlich auch richtig gechillte Mütter gibt»: Gülsha Adilji (links) über Maja Zivadinovic.

Mirjam Kluka

Bleibt ihr in eurem Podcast unter euch – oder werdet ihr hin und wieder Gäste einladen?

Gülsha: «Gülsha & Maja» ist ein sogenannter Laber-Podcast. Das heisst, wir sprechen darin über die Themen, die uns gerade beschäftigen. Trotzdem halten wir uns die Möglichkeit offen, je nach Aktualität auch einmal einen Gast einzuladen. Ich fände es zum Beispiel total witzig, wenn irgendwann einmal einer meiner Ex-Freunde bei uns zu Gast wäre.

Maja: Oder wir laden beide je einen Ex-Freund in unseren Podcast ein (lacht).

Wenn ihr im ganzen Universum auswählen könntet: Welchen Traumgast hättet ihr gerne?

Maja: Michi Beck von der Band «Die Fantastischen Vier».

Gülsha: US-Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez, New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani und Popstar Harry Styles.

Gülsha, im Podcast «Elephant in the Room» hast du dich kürzlich selbst als «Splittergranate» beschrieben. Wie wirkt sich diese Charaktereigenschaft auf eure Zusammenarbeit aus?

Maja: Wenn Gülsha behauptet, sie sei eine Splittergranate, sage ich: Ihre Splitter glänzen in allen Regenbogenfarben – und sie tun kein bisschen weh, wenn sie einen treffen. Gülsha ist für mich wie eine Ehefrau. Bei ihr muss ich mir nie überlegen, wie ich etwas sagen soll – und umgekehrt ist es genauso.

Gülsha: Mit der Beschreibung «Splittergranate» meinte ich, dass ich eine Überraschung bin – für meine Mitmenschen genauso wie für mich selbst. Wahrscheinlich werde ich auch deshalb regelmässig als Gast in TV-Sendungen und Podcasts eingeladen.

Maja, wenn die Granate Gülsha explodiert: Bist du dann eher Feuerwehrfrau oder Brandbeschleunigerin?

Gülsha: Beides. Maja brennt mit und versucht gleichzeitig, das Feuer zu löschen.

Maja: In Realität kommt das zum Glück nur selten vor.

Maja, was ist deine Superkraft in eurer Zusammenarbeit?

Maja: Meine Selbstironie …

Gülsha: … und deine Entspanntheit.

Wie laut wird es, wenn ihr zusammen lacht?

Gülsha: Es gibt nur eine Person in meinem Umfeld, die lauter lacht als Maja.

Maja lacht schallend.

Wie laut wird es, wenn ihr streitet?

Gülsha: Wir haben noch nie gestritten.

Auch keine Meinungsverschiedenheiten?

Maja: Doch ständig.

Wer entschuldigt sich nach Meinungsverschiedenheiten schneller?

Maja: Wir müssen uns nicht entschuldigen. Stattdessen morphen wir uns danach einfach wieder zusammen, bis wir einen gemeinsamen Nenner gefunden haben. Das funktioniert seit mehr als fünf Jahren total gut.

Gülsha: Ich verrate dir jetzt, was Maja antwortet, wenn sie einen Vorschlag von mir nicht gut findet. Sie überlegt einen Moment, dann sagt sie: «Nein, naja, hmm … das finde ich im Fall gar nicht gut.»

Was antwortest du darauf?

Gülsha: Okay, dann eben nicht.

Gab es schon Situationen, während denen eure Freundschaft fast zerbrochen wäre?

Gülsha und Maja (im Chor): Nein, noch nie.

Gab es schon eine Podcast-Folge, bei deren Aufnahme ihr partout nicht in den Flow gekommen seid – respektive deren Aufnahme komplett in die Hose ging?

Gülsha: Das kommt vor. Manchmal denke ich nach einer Aufnahme: Das war wirklich uninteressant. Ich habe mich selbst gelangweilt und innerlich ausgeklinkt. Aber die Folge wird trotzdem ausgespielt.

Ist die Aufnahme lange genug her, dass du verraten kannst, welche Podcast-Folge das war?

Gülsha: Ich dachte vorhin nicht an eine konkrete Folge. Und weisst du was: Das Gefühl, das man während einer Aufnahme hat, bestätigt sich im Nachhinein oft gar nicht. Manchmal denke ich: Das war unglaublich langweilig. Dann höre ich die Folge mit etwas Abstand noch einmal an und merke: So schlecht war sie gar nicht. Im Gegenteil – manchmal überrascht mich dann sogar selbst, was wir alles besprochen haben.

«Wenn Gülsha behauptet, sie sei eine Splittergranate, sage ich: Ihre Splitter glänzen in allen Regenbogenfarben – und sie tun kein bisschen weh, wenn sie einen treffen»:  Maja Zivadinovic (rechts) über Gülsha Adilji.

«Wenn Gülsha behauptet, sie sei eine Splittergranate, sage ich: Ihre Splitter glänzen in allen Regenbogenfarben – und sie tun kein bisschen weh, wenn sie einen treffen»:  Maja Zivadinovic (rechts) über Gülsha Adilji.

Mirjam Kluka

Habt ihr schon einmal eine fertige Podcast-Folge komplett verworfen respektive wurde sie im Giftschrank versorgt?

Gülsha: Das ist tatsächlich schon passiert – allerdings nicht wegen des Inhalts, sondern wegen der schlechten Tonqualität.

Maja: Anfang des Jahres nahmen wir eine äusserst emotionale «Zivadiliring»-Folge auf, in der wir über die Krebserkrankung einer Freundin sprachen. Bei der Aufnahme ging leider etwas schief. Eine der Tonspuren war komplett unbrauchbar.

Wer von euch kann mit Kritik besser umgehen?

Maja (wie aus der Pistole geschossen): Ich.

Wie viel Selbstliebe braucht man als Podcasterin? Kritik an einem Gespräch ist ja kaum vom Selbst zu trennen.

Gülsha: Ich behaupte: null. Schau dir an, was für schräge Persönlichkeiten Podcasts machen – gerade in den USA. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alle vor Selbstliebe strotzen und komplett mit sich im Reinen sind. Also nein, Selbstliebe ist definitiv keine Voraussetzung für einen Podcast.

Wer kann Lob besser annehmen?

Maja: Ich.

Gülsha: Ich kann Lob eigentlich nur von meinen Freundinnen und Freunden annehmen – und selbst da nicht wirklich gut. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass unser Job in der Öffentlichkeit stattfindet und ständig kommentiert und bewertet wird. Ich finde, das ist absolut unnötig. Ich gehe ja auch nicht zu einer Freundin und sage: «Diese Excel-Tabelle hast du wirklich geil aufbereitet.» Deshalb finde ich es schräg, für meine Arbeit von Aussenstehenden gelobt zu werden. Ich mache doch einfach meinen Job und versuche, ihn so gut wie möglich zu machen.

Ihr habt eine Arbeit, die ihr liebt, und seid erfolgreich darin. Fühlt sich das manchmal zu gut an, um wahr zu sein?

Maja: Ich denke hin und wieder: Scheisse, wir haben so ein krass geiles Leben.

Gülsha: Es läuft wirklich sehr gut für uns. Und ja, wir sind uns bewusst, wie privilegiert wir sind.

Ein Image kann leicht kippen, von «Die machen aber viel» zu «Die schon wieder». Was tut ihr dagegen?

Gülsha: Absolut nichts. Ich mache immer nur das, was mir Spass macht.

In der Vergangenheit habt ihr immer wieder behauptet, ihr hättet beim Podcast «Zivadilring» die beste Community weit und breit. Wie gross ist die Angst, dass die Menschen euren neuen Podcast «Gülsha & Maja» nicht mehr so lässig finden?

Maja: Die Latte ist hoch und darum mache ich mir hin und wieder schon Gedanken darüber, wie unser neuer Podcast ankommen wird.

Gülsha: Darüber mache ich mir keine Gedanken. Das hat auch damit zu tun, dass ich zusammen mit meiner Freundin Jenny Jennster noch einen zweiten Podcast namens «Extrem Therapie» moderiere. Der ist extrem schnell und oft grausam laut – und funktioniert trotzdem ziemlich gut.

Wenn man als Podcasterin so gefragt ist wie ihr und derart viele Augen auf einen gerichtet sind: Ist es dann besonders schwer, nach Hause zu kommen und plötzlich wieder für Wäsche und Geschirr zuständig zu sein?

Gülsha: Ich suhle mich nicht in der Anerkennung fremder Menschen. Früher war das vielleicht mal anders, heute fühle ich mich deswegen nicht mehr besonders.

Maja: Die meiste Zeit meines Lebens bin ich Mutter eines Kindes und stehe mit Gummistiefeln auf irgendeinem Spielplatz. Und das ist auch gut so.

Was wollt ihr mit eurer Arbeit als Podcasterinnen erreichen?

Gülsha: Wir möchten, dass weibliche Stimmen Raum bekommen und Menschen sich in unseren Biografien, Geschichten und Erlebnissen wiedererkennen. Dass sie beim Zuhören denken: Ah ja, denen geht es ähnlich wie mir – dann ist ja eigentlich alles gut. Dadurch entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, das einem helfen kann, entspannter durch die Welt zu gehen. Denn es ist schon streng, eine Frau zu sein. Natürlich sind wir in erster Linie ein Entertainment-Podcast und keine Selbsthilfegruppe. Aber dieses Miteinander zu schaffen, ist Maja und mir sehr wichtig.

Die weltpolitische Lage war schon einmal besser. Menschen klagen über hohe Preise, und dass insgesamt alles schlimmer wird. Wie schwer ist es, am Radio, im TV oder im Podcast lustig zu sein, während an vielen Orten auf der Welt Krieg herrscht?

Gülsha: Uff! Ich glaube, manchmal ist es eine bewusste Entscheidung, nicht den ganzen Bullshit permanent auf sich einprasseln zu lassen. Man muss die News auch einmal ausschalten, um bei Sinnen zu bleiben. Und sich selbst erlauben: Ja, ich darf jetzt auch einfach einmal einen Abend lang lachen.

Maja: Als Journalistin habe ich sämtliche News-Pushs abonniert – und natürlich geht das nicht spurlos an mir vorbei. Manchmal macht mich die Nachrichtenlage völlig fertig. Gleichzeitig kann und will ich sie nicht einfach ausblenden. Umso wichtiger ist es für mich, das Handy auch einmal wegzulegen und am Abend eine Folge der TV-Serie «Kaulitz & Kaulitz» zu schauen oder einen Podcast zu hören. Also etwas, das mich für einen Moment auf andere Gedanken bringt.

Nach fünf Jahren gaben die Podcasterinnen Gülsha Adilji, Yvonne Eisenring und Maja Zivadinovic (von links nach rechts) im vergangenen März das Ende ihres Projekts «Zivadiliring» bekannt.

Nach fünf Jahren gaben die Podcasterinnen Gülsha Adilji, Yvonne Eisenring und Maja Zivadinovic (von links nach rechts) im vergangenen März das Ende ihres Projekts «Zivadiliring» bekannt.

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Was macht schneller süchtig: die Anzahl Follower*innen, der Applaus oder das Geld?

Maja: Der Applaus. Es gibt Krasseres, als auf einer Bühne zu stehen. Die letzten drei Minuten unseres Auftritts im Hallenstadion in Zürich waren besser als jeder Sex.

Gülsha, im Podcast Podcast «Elephant in the Room» hast du gesagt, dass du nicht reich sein willst. Warum eigentlich nicht?

Gülsha: Was bringt mir das? Ich habe alles, was ich brauche, gefühlt in dreifacher Ausführung. Wieso sollte ich noch mehr Geld haben wollen, nur um noch mehr kaufen zu können? Dieses Bedürfnis, stinkreich zu sein, verstehe ich nicht. Ich möchte auf dieser Welt eine gute Zeit haben – und die habe ich auch. Dafür muss ich nicht in einem Fünf-Sterne-Hotel übernachten. Klar finde ich es geil, wenn mich jemand ins Fünf-Sterne-Hotel einlädt. Aber dafür reich sein? Sorry, brauche ich nicht.

Maja, wie reich möchtest du denn werden?

Maja: Ach, ich hätte schon ein paar Ideen, was ich mit viel Geld anfangen würde.

Welche Ziele habt ihr sonst noch?

Maja: Ich bin nicht besonders gut darin, Pläne zu machen und mir Ziele zu setzen.

Gülsha: Es ist schon länger bekannt, dass ich gerne einmal beim «Dschungelcamp» dabei wäre. Ich liebe Klassenlager – und das Dschungelcamp ist für mich das ultimative Klassenlager: Ein paar Halbberühmtheiten, denen die Zigaretten weggenommen werden, und irgendwann sind alle hässig und müde. I’m in for the drama! Und dann hätte ich noch einen zweiten grossen, wenn auch nur halb ernst gemeinten Traum: eine Reality-Show über mein Leben. Ich lebe ja in zwei WGs, in einer in Zürich und in einer in Berlin. Ich glaube, da gäbe es genug Geschichten für eine eigene TV-Sendung.

Maja: Okay, dann kann ich es jetzt ja verraten: Ich träume schon lange davon, irgendwann den Job von Patty Boser zu übernehmen und künftig die TV-Sendung «Lifestyle» zu moderieren. Das würde ich wahnsinnig gerne machen.

Habt ihr eine Exit-Strategie für eure Karrieren?

Maja: Null.

Gülsha: Was ist eine Exit-Strategie?

Maja: Zum Beispiel, dass du irgendwann wieder als Pharma-Assistentin arbeitest – also in dem Beruf, den du ursprünglich gelernt hast.

Gülsha: In eine Apotheke gehe ich nur noch als Kundin. Ich beginne aber demnächst ein Psychologie-Fernstudium. Mal schauen, was daraus wird.

Wie sollen eure Karrieren einmal enden – mit einem grossen Knall oder lieber langsam verglühen?

Gülsha: Langsam verglühen.

Maja: Ich wähle den grossen Knall.


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